Der größte Nationalpark der Alpen
Der Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich über rund 1.800 Quadratkilometer auf die drei Bundesländer Salzburg, Kärnten und Tirol und ist damit der flächenmäßig größte Nationalpark im gesamten Alpenraum. Anders als die fünf anderen Regionen in diesem Führer ist der Nationalpark kein Ski- oder Bergbahngebiet, sondern ein Schutzgebiet: Der Fokus liegt auf Naturerlebnis, Wandern und Wildtierbeobachtung statt auf Pistenkilometern.
Der Großglockner: 3.798 Meter, höchster Punkt Österreichs
Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs — diesen Titel trägt er, seit Südtirol 1919 an Italien fiel und der bis dahin höhere Ortler außerhalb der österreichischen Landesgrenzen lag. Der Gipfel bildet zugleich das geografische Herzstück des Nationalparks und die Grenze zwischen den Bundesländern Tirol und Kärnten — ein Berg, der buchstäblich zwei Bundesländer und drei Nationalpark-Trägerländer miteinander verbindet.

Die Pasterze: größter Gletscher der Ostalpen
Am Fuß des Großglockners liegt die Pasterze, mit einer Fläche von rund 15,4 Quadratkilometern der größte Gletscher der Ostalpen und Namensgeber für die insgesamt größte zusammenhängende Gletscherfläche, die der Nationalpark Hohe Tauern beherbergt. Wie viele Alpengletscher zieht sich die Pasterze seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück — ein Umstand, der Besuch und Beobachtung der Gletscherzunge zu einem Naturerlebnis mit sichtbarem Wandel von Jahr zu Jahr macht, nicht zu einem statischen Postkartenmotiv.
Warum diese Region anders geplant wird als die anderen fünf
Weil der Nationalpark kein Bergbahn-Netz im Sinne der übrigen Regionen dieses Führers betreibt, orientiert sich eine Reise hierher stärker an Wandersaison und Wetter als an Liftöffnungszeiten. Die Hochalpenstraße zum Großglockner selbst ist typischerweise nur von Mai bis Oktober für den Verkehr geöffnet — außerhalb dieses Fensters bleibt der unmittelbare Gipfelbereich nur zu Fuß und mit entsprechender alpiner Ausrüstung erreichbar.
